Tai Chi ist nicht gleich Tai Chi?
Eine Frage des Stils

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Die Tai Chi Stile
Es gibt mehr als einen Stil!
Du lernst die ersten Schritte im Tai Chi und wunderst Dich, dass z.B. auf Youtube oder anderen Medien die Figuren und die Form ganz anders aussehen als bei Deinem Training?
Es ist eine Frage des Stils!
So wie es die Legende sagt (so ganz genau weiß es Niemand) ist Tai Chi in einem Shaolin-Kloster in den Chinesischen Wudang-Bergen entstanden.
Soweit so gut…
Dann hat es sich in verschiedenen Familien über die Jahrhunderte weiter entwickelt.
Dazu aber im Detail an anderer Stelle mal mehr dazu…
Die Stile an sich
Insgesamt werden heutzutage 5 Hauptstile im Tai Chi Chuan unterschieden:
Der Chen-Stil
Der älteste überlieferte Stil und Ursprung aller anderen Familienstile. Er zeichnet sich durch den Wechsel aus langsamen und schnellen, explosionsartigen Bewegungen (Fa Jin) aus. Leider hat er heutzutage einige Figuren verloren.
Der Yang-Stil
Der weltweit bekannteste und am häufigsten praktizierte Stil. Er nutzt weiche, gleichmäßige und fließende Bewegungen im gleichbleibenden Tempo, was den Einstieg für Anfänger erleichtert.
Der Wu-Stil (Neuzeit)
Bekannt für sanfte, kompakte Bewegungen und eine leicht geneigte Körperhaltung. Er ist stark auf die innere Ausrichtung konzentriert.
Der Wu/Hao-Stil (Traditionell)
Ein sehr kompakter Stil mit extrem kleinen, präzisen und nach innen gerichteten Bewegungen.
Der Sun-Stil
Der jüngste Hauptstil, begründet von Sun Lu-Tang. Er verbindet Elemente des Tai Chi mit den Künsten Xingyiquan und Baguazhang und nutzt lebhafte Schritte sowie fließende Handwechsel.
Anmerkung
Neben den 5 Hauptstilen haben sich noch unzählige Sub-Stile und besondere Herausprägungen entwickelt.
Mal mit dem Fokus auf mehr Entspannung, mehr Meditation. Mal auch auf mehr Bewegung.
Natürlich auch in einigen wenigen Fällen auf den Ursprung, der Kampfkunst.