Ein weiter und langer Weg
Mein Weg zum Tai Chi

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Auf Umwegen zum
Tai Chi
Wie man dazu kommt . . .
Begonnen hat eigentlich alles vor mehr als 40 Jahren.
Damals… jung, wild und voller Tatendrang habe auch ich mich durch diverse Kino-Filme und den Hype um Jean-Claude van Damme und seinen Kino-Kumpeln vom Kampfsport inspirieren lassen.
Gerade in der Zeit bzw. schon davor wurde das Thema Kampfsport in die Öffentlichkeit getragen.
Davon sichtlich beeindruckt habe auch ich nach einer Trainingsmöglichkeit gesucht.
Tatsächlich gab es in der nächst größeren Stadt eine „Sportschule“, so hießen die damals noch allgemein.
Dort wurde neben Taekwondo, Karate und Jiu Jitsu auch Kung Fu angeboten.
Das war natürlich was!
Also habe ich damals angefangen Kung Fu zu lernen und zu trainieren.
So habe ich damals beim ehrenwerten Meister Yoo-Tae Song Kung Fu erlernt.
Manches ist anders als man mag
Es war zu der Zeit eine, ich finde heute noch, gute Zeit. Aber es war immer etwas, was mich doch störte. Man hat es im Grunde nicht für sich selbst gemacht. Immer war der Fokus auf „für und zu Ehren der Sportschule“ sowie klassisch und schon wie ein schnulziger Mythos „um den Meister zu ehren“….
So schön so gut.
Aber irgendwann hatte ich auch die ewigen blauen Flecken satt.
Was ich damals auch schon erkannte, war das, was mir gar nicht gefiel:
Immer der Fokus auf „Angriffskampf“, sich messen müssen, als Sieger hervorgehen müssen oder als Looser zu gelten.
Dieses „Alpha-Tier-Gehabe“ lag mir nicht und liegt mir bis Heute nicht.
Darum habe ich irgendwann aufgehört.
Ein etwas anderer Neustart . . .
Nach vielen Jahren „anderer Tauben auf dem Dache“, wie man so schön sagt, Freundin, Partys, dann Bergsport wie zur Kindeszeit etc. ging es mir zwischendurch gesundheitlich nicht ganz so gut. Rückenprobleme, Unfall… von da an eigentlich immer über sehr lange Zeit Rückenschmerzen…immer und jederzeit 24/7.
Egal…das ist die Einleitung zum „etwas anderen Neustart“.
Switch…in die aktuelle Zeit…
Mit reichlich Wohlstandspfunden und einer nicht so gesunden Lebensepisode surfte ich im Internet auf diversen Socialmedia-Kanälen nach dem Thema „Abnehmen/Diät“.
Klar, was kam da relativ schnell?
Youtube und Insta-Beiträge mit auf Stühlen sitzenden ganzkörpergestählten Typen samt Mega-Sixpack und dem Slogan „Stuhl-Tai-Chi für Ü50 Männer, 20 Kilo in 4 Wochen abnehmen“.
Klar, darauf fiel ich NICHT hinein und las einige weitere Beiträge.
Dabei fielen mir Beiträge auf, die genau das aufgriffen und meinten: Ey Alter…glaubst Du wirklich, dass Du in 4 Wochen das gesund und nachhaltig abnehmen kannst, was Du Dir über Jahre angefressen hast?… Kurz darauf dann erste Hinweise „ja, Du kannst mit Tai-Chi abnehmen…aber nicht im Wesentlichen und nicht so schnell.
Da dachte ich dann „OK, also geht das doch?“
Ich las mich ein wenig ein und sah mir diverse offensichtlich seriösere Infos an.
Ja, mit Tai Chi kann man abnehmen, tut was Gesundes für den Körper und lernt Tai Chi….
Im ersten Moment dachte ich auch in meiner zeitweisen geistigen Überheblichkeit…naja dieses langsame Seniorentanzen machst Du mit Links.
Also suchte ich mir ein paar Youtube-Übungen heraus und stellte fest:
Ich bin steif, unbeweglich, eingerostet und alles andere als gelenkig.
Das hat natürlich meinen Ehrgeiz doch ein wenig geweckt.
Dadurch kam ich dann auf die Webseiten des Tai Chi Zentrums Koblenz. Denn ich las u.a. auf deren Seiten und auf Youtube, dass man seit der Corona-Ära durchaus Tai Chi „online“ lernen kann.
Ich dachte mir, Ok, für´s erste soll es reichen…
Dann habe ich mit den ersten einfachen Übungen begonnen…
Die Zeit verging (einige Wochen) und eines Morgens (kein Scheiß! Keine Übertreibung!) wachte ich auf und nach dem Aufstehen aus dem Bett war irgendwas anders… ich konnte es aber noch nicht greifen… irgendwie war der Tag anders…
Ich sprach dann meine Frau an und sagte auch Ihr, dass irgendwas anders sei, ich aber nicht so recht weiß, was?
Dann kam es wie ein Geistesblitz:
Ähmm… hmm… wo sind meine Rückenschmerzen?
Aus dem Bett drehen…da war schon nix…Nun im Sitzen….keine Schmerzen..
Ich bewege mich links, rechts, rauf und runter…nix. keine Schmerzen mehr (OK ganz ganz wenig doch noch).
Das war es!
Da ich in meiner Lebensart und den Umständen nichts weiter geändert hatte, kam nur Tai Chi dafür in Frage.
Da mich ehrlich gesagt bis dahin die „Tiefe“ und die ganzen reinen Gesundheitsdinge des Tai Chi nicht wirklich interessiert hatten, beschäftigte ich mich mit der Thematik tiefer.
Und siehe da, Tai Chi kann Rückenschmerzen lindern und vieles mehr.
Mir reichte allerdings die Erkenntnis, dass ich durch Tai Chi keine Schmerzen mehr habe.
Das war der Auslöser, der mich als durchaus sehr kritischen Menschen davon überzeugt hat, dass Tai Chi etwas sehr Gutes sein kann.
Damit hat sich Tai Chi sozusagen bei mir als „bewiesene Lösung“ bewährt.
Ich habe es selbst erlebt und kann andere Faktoren zu 100% ausschließen.
Tai Chi ist bei mir der Grund, warum ich nun schmerzfrei unterwegs bin.
Tja…und seit dem beschäftige ich mich mehr als intensiv mit der Gesamt-Thematik „Tai Chi Chuan“, lerne täglich dazu, lerne weitere neue Dinge kennen.
Das, und alles was dazu gehört könnt Ihr hier auf den Seiten weiter lesen….
Ich habe meinen Weg gefunden bzw. heute denke ich schon fast „Tai Chi hat mich gefunden… obwohl ich es nicht gesucht habe…“